Beeindruckende Festungsanlage im Oberrheintal

Hochburg bei Emmendingen

Luftansicht der Hochburg bei Emmendingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende
Festungsbau auf der Hochburg

Burgenbau

Die Burg der Herren von Hachberg entwickelte sich von einem mittelalterlichen Adelssitz zu einer der größten Festungen in Baden. Der Fortschritt der Wehrtechnik lässt sich an den Befestigungsringen ablesen.

Detailbild der Oberburg der Hochburg bei Emmendingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Corinna Greb

Nach modernen Erkenntnissen ausgebaut.

Neuer Anspruch der Burgherren

Im 13. Jahrhundert wandelte sich das Aussehen der Burg. Neben einer Erweiterung der Anlage wurde nun auch der repräsentative Anspruch erkennbar. Eine erweiterte Ringmauer und ein zweiter, runder Bergfried zur Sicherung des oberen Burghofes wurden in der für die Stauferzeit so typischen kraftvollen Buckelquadertechnik errichtet. Die Burg nahm jetzt den ganzen oberen Bergrücken des Hornwaldes ein. In den folgenden Jahren errichteten die Markgrafen von Baden-Hachberg im Nordosten neue Wohn- und Wirtschaftsgebäude.

Luftansicht der Hochburg bei Emmendingen von Osten mit äußerem Wall und Bastionen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Eine Festungsanlage mit sieben Bastionen.

Spiegel der Wehrtechnik

In den drei ovalen Befestigungsringen der Hochburg spiegeln sich die Errungenschaften der Wehrtechnik. Ring für Ring zeugen die Befestigungen von der fortschreitenden Entwicklung der Waffen. Im Mittelalter genügten hohe Mauern, zwei starke Bergfriede und ein tiefer Burggraben, um die Burg gegen alle Angriffe zu verteidigen. Dies reichte schon im 16. Jahrhundert nicht mehr aus. Es entstand zunächst das vorgelagerte Hohe Werk mit seiner sechs Meter dicken Mauer, dann ein weiter Ring von sieben Bastionen.

Steintafel mit Grundriss der Hochburg bei Emmendingen, um 1680;  Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Idealisierter Grundriss der Hochburg.

Umbau zum Renaissanceschloss

Nach den Bauernkriegen setzte ab 1533 die bis dahin umfangreichste Bautätigkeit ein. Die mittelalterliche Adelsburg wurde zu einer Schloss- und Festungsanlage im Stil der Renaissance umgebaut. Die grundlegende Neugestaltung erfolgte nach den Erkenntnissen der Befestigungslehre durch die Markgrafen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, um ihre Macht auf Dauer zu sichern und einen repräsentativen Sitz vorweisen zu können. Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. zerstörten die majestätische Festung 1688 im Erbfolgekrieg.

Mehr erfahren

Monumente & Funktionen
Kunstwerke & Räume
Epochen & Ereignisse

Bitte wählen Sie maximal 5 Schlagwörter aus.