Luftansicht der Hochburg bei Emmendingen

Drei Verteidigungsringe

Die Festung

Die Hochburg bei Emmendingen ist die größte Burgruine in Südbaden und eine der bedeutendsten Wehranlagen in Baden-Württemberg. In drei Stufen türmen sich die Mauerreste der Hochburg auf, von der untersten Stufe des Festungsrings bis zur Oberburg als Bekrönung.

Luftansicht auf die Hochburg bei Emmendingen von Norden

Gewaltige Anlage am Rande des Schwarzwaldes.

Am Fuss des Schwarzwalds

Vom Brettental aus zeigen sich die beeindruckenden Dimensionen der Festung am besten: In ihrer Nord-Süd-Ausrichtung von fast 250 Metern thront die badische Festung über Wald und Weinbergen. Der Aufstieg durch Toranlagen, über Festungsgraben und Zwinger vermittelt bis heute einen überwältigenden Eindruck der wehrhaften Anlage. Oben angekommen wird man belohnt mit einer spektakulären Aussicht auf die angrenzenden Ausläufer des Schwarzwalds und die Oberrheinebene bei Emmendingen.

Luftansicht der Hochburg bei Emmendingen mit Palas und Mauern

Das größte Gebäude: der Palas.

Der erste Ring – die mittelalterliche Burg

Bergfried, Ringmauer und Halsgraben: Die wichtigsten Bestandteile der ältesten mittelalterlichen Burg sind heute noch an den Ruinen ablesbar. Sie befand sich am höchsten Punkt des Geländes, der Untere Burghof war ihr Burggraben. Ein zweiter, runder Bergfried wurde im Zuge einer Erweiterung des 13. Jahrhunderts am anderen Ende errichtet. Die Gebäude des Palas mit dem Großen Saal und den Wohnräumen wurden bis in die Zeit der Renaissance immer wieder erweitert.

Besucher an einer Mauer der Hochburg bei Emmendingen

Ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie.

Der zweite Ring – Vorburg und Festung

Nach den neuesten militärtechnischen Erfordernissen wurde die Burg in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts weiter ausgebaut. Vor dem ehemaligen Burggraben entstand das Hohe Werk mit seiner sechs Meter dicken Mauer – das dem Unteren Burghof vorgelagerte Artilleriebollwerk, das die Festung gegen Angriffe vom Hornwald-Rücken sicherte. Rund um den Zwinger herum bis zur Vorburg an der Nordseite befanden sich das Haus des Burgvogts und eine Reihe von Wirtschaftsgebäuden.

Steintafel mit Grundriss der Hochburg bei Emmendingen, um 1680

Deutlich erkennbar sind die Zacken der Bastionen.

Der dritte Ring – die Bastionen

Sausenberg, Diana, S. Rudolf, Badenweiler, Baden, Hachberg und Rötteln: Größtenteils nach den badischen Landesteilen sind die sieben Bastionen aus dem 17. Jahrhundert benannt, die wie ein langgezogener Stern die Schlossanlage umschließen. Die Bastionen der Hochburg hatten schräg abfallende Außenmauern, die neun bis zwölf Meter hoch waren. 1673 bis 1675 waren 30 kleine und große Kanonen auf und in den Bastionen positioniert.

Der Meierhof

Die Versorgung der Hochburg – es lebten zeitweise mehrere hundert Soldaten mit ihren Familien hier – musste gewährleistet sein. Daher gab es am westlichen Fuß des Burgberges seit der Burggründung den sogenannten Meierhof. Von hier aus wurden die herrschaftlichen Felder bewirtschaftet und die Nahrungsmittel für die Burgbewohner erzeugt. Von der befestigten Hofanlage des Meierhofes, einem Mauerquadrat mit von 1571 bis 1573 neu errichteten Türmen, ist heute noch der südöstliche Wehrturm erhalten.

Der Ausgangspunkt für einen ca. zweistündigen Rundgang durch die Hochburg ist die Westseite, beim Parkplatz der Domäne.

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