Beeindruckende Festungsanlage im Oberrheintal

Hochburg bei Emmendingen

Nachschubwege für Mann und Material

Die Kasematten

Fünf der sieben Bastionen der Hochburg waren an den Flanken mit Kanonen bestückt, die die angrenzenden Mauerabschnitte sicherten. Sie standen in den Kasematten, die durch Gänge innerhalb der Bastionen verbunden waren.

Beispiele früher Kanonen als Zeichnung; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Kanonen dienten der Verteidigung der Anlage.

Kanonen zur Verteidigung

Eine Bastion hat im Regelfall die Form eines mit der Spitze nach außen weisenden Fünfecks. Die beiden langen, vorderen Seiten heißen Facen, die kurzen Abschnitte dahinter sind die Flanken. Darin befinden sich die Kasematten mit den Kanonen. Weitere Kanonen, die das Vorfeld ins Visier nahmen, standen auf der Plattform der Bastion. Die Kasematten und die Plattform auf der Bastion sind durch Gänge verbunden.

Steintafel mit Grundriss der Hochburg bei Emmendingen, um 1680; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Die Festungsanlage hatte sieben Bastionen.

Im Inneren der Verteidigungsanlagen

Zwischen der Längsseite der steil aufragenden Oberburg und den vorgelagerten Bastionsanlagen befindet sich der Festungsgraben. An zwei Stellen, beim Haupttor sowie zwischen der Bastion Sausenberg im Norden und dem Küferhof, führen Brücken über den Festungsgraben hinweg. In diesem Graben, in Blickweite des Rondells Gießübel, standen die Soldatenwohnhäuser. Von hier aus führt ein kurzer Weg durch einen Gang hinab in die Kasematten der Bastionen S. Rudolf und Diana, die heute noch zu besichtigen sind.

Oberburg der Hochburg bei Emmendingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Mächtige Ruinen der Hochburg.

Vergebliche Mühen

Zwei weitere Kasematten mit Aufgängen auf die Plattform befinden sich in der Bastion Baden an der Südspitze. Hier war die Anlage durch das Hohe Werk, einen weiteren bastionsartigen Aufbau auf der Plattform, gegen Angriffe vom gegenüber gelegenen Hornwald-Rücken besonders gesichert. Alle aufwendige Verteidigungstechnik hat der Hochburg indes nichts genützt: 1636 musste sich die Besatzung nach zweijähriger Belagerung den kaiserlichen Truppen ergeben. 1688 wurde sie endgültig zerstört.

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